In den letzten Jahren haben Kryptowährungsnetzwerke wie Bitcoin einen Ruf als Energiefresser erlangt und Schlagzeilen gemacht, die ihren Energieverbrauch mit dem von mittelgroßen Ländern vergleichen. Eine neue Analyse zeigt nun, dass der Abbau von Bitcoin mehr Energie verbraucht, Dollar für Dollar, als der Abbau von Gold.
Kürzlich analysierten die Forscher Krause & Thabet Tolyamat, wie viel Energie Computer mit vier Top-Kryptowährungsnetzwerken verwendet haben, um neue Währungen freizuschalten oder digital zu demontieren. Dann verglichen sie diese Zahlen mit der Energie, die benötigt wird, um Metalle wie Gold, Kupfer, Platin und Aluminium physikalisch zu abbauen.
Sie fanden heraus, dass der Bitcoin-Abbau mehr Energie pro Dollar erfordert als der Abbau von Kupfer und Platin, aber erheblich weniger als der Abbau von Aluminium. Die drei anderen analysierten Kryptowährungen Krause und Tolyamat, Ethereum, Litecoin und Monero, benötigten weniger Energie als Bitcoin, aber immer noch mehr als die meisten Metalle.
Die Gewinnung von Kryptowährung im Wert von einem Dollar erfordert ungefähr die gleiche Energiemenge wie die Gewinnung bestimmter Metalle im Wert von einem Dollar. Kryptowährungen wie Bitcoin haben Umweltprobleme aufgeworfen, da für das „Mining“ virtueller Münzen energieintensive Computerberechnungen erforderlich sind. Die Quantifizierung der Umweltauswirkungen der Kryptowährungsproduktion ist jedoch schwierig.
Max Krause und Thabet Tolaymat errechneten, dass für die Erzeugung von Bitcoin in Höhe von 1 US-Dollar etwa 17 Megajoule Computerleistung erforderlich sind, selbst wenn die für periphere Aktivitäten wie die Kühlung von Computern verwendete Energie nicht berücksichtigt wird.
Zum Vergleich: Es werden 5 Megajoule benötigt, um 1 US-Dollar Gold abzubauen, und 7 Megajoule, um einen äquivalenten Wert von Platin abzubauen. Der Energiebedarf im Aluminiumbergbau lag mit 122 Megajoule ganz oben auf der Liste der Forscher.
In den 30 Monaten von 2016 bis 2018, so die Autoren, produzierte der Bitcoin-Bergbau schätzungsweise 3 bis 13 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Dieser Bereich berücksichtigt nicht den Betrieb und die Wartung der Mine. Trotzdem entspricht es in etwa dem Kohlendioxidbereich, der von etwa 1 Million Autos erzeugt wird, obwohl es immer noch weniger als 0,01% der globalen Emissionen ausmacht.
Diese Forschung unterstreicht einen Grund für Optimismus: Im Gegensatz zum traditionellen Mining kann Cryptocurrency Mining überall auf der Welt stattfinden. Wenn Bergleute Serverfarmen aus Ländern mit fossilen Brennstoffen in Länder mit erneuerbaren Energien verlegen, könnte dies ihren CO2-Fußabdruck erheblich reduzieren.
Um die Ergebnisse der Studie besser zu verstehen, ist es wichtig, zunächst ein grundlegendes Verständnis dafür zu haben, was Bitcoin und andere “Miner” in Kryptowährung tun. Bitcoin ist nur eine Art von Kryptowährung, die als Originalwährung mit der höchsten Marktkapitalisierung bekannt ist, aber nicht die einzige im Umlauf befindliche Währung.
Zusammen mit vielen anderen Münzen und Token sind Bitcoins digitale Währungen, die jedem gehören können und von einer Partei auf eine andere übertragen werden und nicht von einer zentralen Behörde wie dem US-Dollar oder einer anderen Fiat-Währung ausgegeben werden.





